14.06.10, 13:53
Der 1. Urlaubstag brachte meinen 300. Geocache auf dem Weg nach Dresden.
Meine traditionelle jährliche Freundes-Runde hat sich in diesem Jahr zu einer Tour d'Europe ausgewachsen: Tschechien, Österreich, Italien, Schweiz, Luxemburg. Das liegt an den Freunden, die durch Geocaching und Couchsurfing dazugekommen sind.
Erster Halt war Dresden, am Nachmittag noch eine Runde Richtung Meissen und Moritzburg angehängt mit meiner Gastgeberin als Sozia. Die Auswahl an Geocaches (u. A. ein MoCache) brachte uns verschlungene Wege durch das Elbtal mit einigen Lost Places. Zwar haben wir nur 3 von 6 Caches gefunden, aber das war zu vernachlässigen, da sich allein die Wege und die besuchten Orte schon gelohnt haben. Den Abend läutete ein Besuch bei Adams in Moritzburg ein, mit Sächsischem Sauerbraten und Sächsischem Wein. Später noch Chillen auf der Dachterrasse meiner Gastgeberin: ein perfekter Urlaubs-Auftakt.
Der Dienstag brachte den Tschechien-Transit mit sich. Der erste anzusteuernde Cache war in Libechov: eine alte Kapelle auf einem Weinberg. Der Anstieg bei brütender Hitze in Motorrad-Montur war ein hoher Preis für den Fund und wurde oben mit Schatten, ein wenig lauem Wind und Aussicht über das Labe-Tal belohnt. Am meisten freute ich mich auf den Besuch im Beinhaus Kutnà Hora, schon ein wenig unheimlich, die Knochen-Dekorationen mit ihrem morbiden Glamour ... der Cache blieb mir leider verborgen. Drinnen war es jedoch angenehm kühl während draussen ein Gewitter niederging, das der dückenden Schwüle leider nicht wirklich abhalf.
Die Ankunft in Wien mit Dusche war eine echte Erlösung. Der Aufenthalt hier brachte Cache-Spaziergänge durch die Stadt: Unterkunft fand ich bei meiner alten Schulfreundin in der Nähe des Westbahnhofs. Am ersten Tag ging es in den 1. Bezirk, stand doch abends ein Treffen mit einer Twitter-Bekanntschaft an, es sollte das erste Mal sein, daß wir uns in die Augen schauen konnten. Die gemeinsame Cache-Runde brachte eine weitere Geocacherin hervor und es zeigte sich mal wieder, daß virtuelle Freundschaften doch durchaus bis in's Real Life wirken können.
Der zweite Wien-Tag gehörte Schönbrunn, das ich bis auf 2 Caches in eine Smilie-Zone verwandeln konnte. Relativ am Anfang traf ich einen Norwegischen Kollegen, mit dem ich die Runde fortsetzte und ein Mittagessen bei schöner Aussicht auf der Gloriette genoß. Später traf ich noch 2 Burgenländische Cacher, ist schon erstaunlich, wie schnell und gut man über das Cachen in's Gespräch kommt. Ein Highlight dieses Tages war eine (vermutlich) Ringelnatter, die den Weg vor uns kreuzte. Ausserdem sind mir die frechen Eichhörnchen in Erinnerung geblieben, wovon eines sich auf meinen Schoß verirrte. Passend übrigens zum Cache.
Geschrieben am 14.06.10, 13:53
Tags: dresden, gcblog, geocaching, habari, österreich, sachsen, tschechien und wien
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